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Hochwertige Bienenprodukte 

Mit der Bienenkugel kann neben geschleudertem Honig auch qualitativ hochwertiger Wabenhonig und Wikingerhonig geerntet werden. 

Vom Nektar zum Honig

Die Honigbiene saugt mit Ihrem Rüssel den Nektar aus der Blüte auf und lagert ihn in der Honigblase. Beim Ansaugen des Nektar beginnt der erste von vielen Prozessschritten, um die den Nektar in einen lagerfähigen Honig umzuwandeln. Wenn die Honigblase gefüllt ist, fliegt die Biene zurück in den Bienenstock. Dort wird der Honig/Nektar von der Flugbiene an die Stockbiene übergeben. Die Stockbiene lagert nun den Honig um das 35°C warme Brutnest herum ein. Das hat den Vorteil, dass die Bienen in der Nähe des Brutnests Nahrung und Heizmaterial vorfinden. Außerdem wird der Feuchte Nektar durch die Brutnestwärme getrocknet. Die durch die Trocknung des Honigs entstehende feuchtwarme mit Propolis angereicherte Luft wird von den Bienen aus dem Flugloch gefächelt. Erst bei einem Wassergehalt von 18-19 % ist der Honig haltbar. Nach der Trocknung wird ein Teil des Honigs in den Honigraum getragen.

In der Bienenkugel sind die Bienen in der Lage den Wassergehalt im Honig um ca. 1-2 % mehr zu reduzieren, als in Magazinbeuten. Langzeitmessungen ergaben, dass durch die runde Form die Stocktemperatur konstant gehalten werden kann. Im Vergleich zu Magazinbeuten wirken die Ecken als  Kälte- bzw. Wärmebrücken, diese unterliegen dem äußeren klimatischen Einfluss. Die Abkühlung der Außentemperatur in der Nacht hat Einfluss auf die Honigqualität, aber auch auf die Bruttemperatur. Elemente für die Feuchte- und Wärmeregulierung sind in der Bienenkugel integriert.

Für den Honigraum in Magazinbeute kann der Wärme-Feuchteregulierungs-Deckel eingesetzt werden. Dieser neuentwickelte Deckel ermöglicht es den Bienen den Honig auch bei Schlechtwetterperioden zu trocknen.

Geschleuderter Honig

Durch die Erfindung der Mittelwandherstellung und der Honigschleuder vor ca. 100 Jahren kann heute geschleuderter Honig hergestellt werden. Heute wird hauptsächlich der geschleuderte Honig verzehrt. Bei der Herstellung von geschleudertem Honig werden den Bienen gedrahtete Rähmchen mit künstlich erzeugten Mittelwänden aus Wachs in den Honigraum gehängt. Die Bienen errichten mit ihren 8 Wachsdrüsen die Wabenzellen. Wachs ist ein zu 100 % erzeugtes Bienenprodukt.

 

Bei Bedarf kann die Biene durch Aufnahme von Honig die Wachsdrüsen aktivieren und durch das verschmelzen der einzelnen Wachsplättchen die einzelnen Wachszellen bauen. In diese leeren Wachszellen wird der Honig eingelagert. Wenn 2/3 der Wabenzellen verdeckelt sind, kann die Wabe geerntet werden. Man nimmt in der Regel eine Entdeckelungsgabel oder ein beheiztes Messer und entfernt das Verdeckelungswachs. Nun kann die Wabe geschleudert werden und der Honig fließt durch ein Sieb in den Honigtopf oder Eimer. Die meisten Honigsorten kristallisieren innerhalb von 2-3 Tagen. Deshalb muss der Honig sofort in Gläser abgefüllt werden, sonst muss er zu einem späteren Zeitpunkt wieder erhitzt, gerührt und dann in Gläser abgefüllt werden. Die geschleuderte Waben können anschließend wieder in das Bienenvolk gehängt werden und über mehrere Jahre immer wieder verwendet werden.

Alternativ zum Schleudern kann man auch die Wabe entdeckeln und den Honig in ein Behältnis tropfen lassen. (Bei kleinen Mengen). Oder man presst die Waben aus.

Wabenhonig

 

Wabenhonig wird ohne künstliche Mittelwände hergestellt. Der Wabenbau wird im sogenannten Naturbau errichtet. Nach der Errichtung der Wabenzellen wird die Oberfläche der Zellen mit einer kleinen Propolisschicht überzogen. Wenn der Honig reif ist, wird die Zelle mit einer Wachsschicht geschlossen und mit einer Propolisschicht überzogen. Bei der Ernte wird die Wabe mit einem Messer ausgeschnitten und in ein Glas oder anderes Behältnis gegeben. Das leere Rähmchen wird wieder in den Honigraum zurückgehängt und die Bienen beginnen je nach Jahreslauf und Trachtangebot von Neuem.

Wikingerhonig

Aus alten Überlieferungen geht hervor, dass die Wikinger als Reiseproviant auf Ihren Schiffen in Holzfässer eingestampften Wabenhonig mit Bienenbrot an Bord hatten. Durch den Verzehr dieses Honigs sind sie von der Skorbut-Krankheit (Vitamin C-Mangel) verschont geblieben.

Der Pollen wird von den Bienen für den Bienen-Nachwuchs gesammelt. Aus dem Pollen wird durch Hinzugabe von Sekreten Bienenbrot (Perga) hergestellt. Die Bienen stampfen dieses Gemisch mit Ihren Beinen in die Wabenzelle. Dort entsteht dann durch Milchsäuregärung das sogenannte Bienenbrot.

Die Nährstoffe im Pollen kann unser Körper im Bienenbrot durch die Milchsäuregärung besser aufnehmen. Es also besser Bienenbrot, als die einzelnen Pollenkörner zu essen.